Wirtschaftsfreundliche Verwaltungen
Für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen sind die Leistungen der öffentlichen Verwaltungen ein wichtiger Standortfaktor und eine entscheidende Voraussetzung.
Auf der anderen Seite sind die Unternehmen vor Ort diejenigen Partner und Kunden der Verwaltung, die investieren, Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen und für ihre Stadt als Botschafter auftreten. Die darauf aufbauende Standortkooperation ist deshalb ein wesentlicher kommunaler und regionaler Standortfaktor für mehr Wachstum und Beschäftigung.
Die Stärke kleiner und mittlerer Unternehmen, Motor für Wachstum und Beschäftigung, Qualifikation und Innovation zu sein, kann sich nur dort entfalten, wo eine Kultur der Wirtschaftsfreundlichkeit überbordende Bürokratie und damit zusammenhängende Kosten ausbremst.
Aufbauend auf einer Checkliste „Wirtschaftsfreundliche Verwaltungen und Standortkooperationen als kommunaler und regionaler Wachstumsfaktor“ wurden im Städte-Netzwerk der IHK zu Leipzig in ausgewählten Städten „Ideen-Werkstätten“ sowie Erfahrungsaustauschsitzungen initiiert. In allen Arbeitsrunden haben sich immer wieder drei Problemfelder herauskristallisiert:
- wirtschaftsfreundliche und serviceorientierte Verwaltungen
- aktive Standortgemeinschaften
- eine „Kultur der Wirtschaftsfreundlichkeit” in der Stadt
Die Erfolgsfaktoren für wirtschaftsfreundliche Verwaltungen sind breit gefächert. Sie reichen von regelmäßigen Unternehmensbesuche und gemeinsamen Stadtmarketingaktivitäten, über gebündelte Standortinformationen, „Baustellenmanagement“, speziellen Wirtschafts-Stammtischen bis zu Formen einer interkommunalen Wirtschaftsförderung.
Erfolgsfaktoren für aktive Standortgemeinschaften nehmen ebenfalls eine große Bandbreite ein. Sie erstrecken sich von einer großen Zahl aktiver Mitglieder über die Einbindung möglichst vieler Wirtschaftsbranchen bis zu einem breit aufgestellten Jahres-Arbeitsplan.
Zur „Kultur der Wirtschaftsfreundlichkeit“ wurden die verschiedensten Merkmale herausgearbeitet. Dazu gehören z. B. ein unternehmerfreundliches Klima in der Stadtöffentlichkeit, die breite Diskussion von Zukunftsfragen wie der demografische Wandel sowie das Thema Schule und Wirtschaft.
Die in dieser Broschüre gesammelten Beispiele für Wirtschaftsfreundlichkeit erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist ein laufender, nicht abschließender Prozess, der ständig durch neue Beispiele weiterentwickelt wird. Wir bitten dies zu berücksichtigen. Gern nehmen wir Ihre Hinweise und Anregungen zu weiteren Beispielen mit auf!
Unterstützt wurde das Projekt durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und der Sächsischen Aufbaubank, denen an dieser Stelle unser herzlicher Dank gilt.